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bdo-Konjunkturumfrage 2024/2025

24.03.2025

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Umfragen,

Das Geschäftsjahr 2024 verlief in den einzelnen Bussegmenten sehr unterschiedlich. Im Segment der Bustouristik ist die Stimmung weiterhin gut und der Wiederaufschwung nach der Corona-Pandemie hat sich etabliert. Dennoch belasten weiterhin die gesetzten Rahmenbedingungen die Betriebe. Das betrifft sowohl die Bürokratie im Allgemeinen, als auch die unklare Finanzierungslage des ÖPNV. Dies zeigt sich auch im weiteren Negativtrend des Segments ÖPNV. Der negative Stimmungs-Saldo zur Geschäftslage hat sich seit 2022 mehr als verdoppelt und wird sich nach den Prognosen der Betriebe ähnlich weiterentwickeln.

Als besonderes Hindernis zeigen sich aber die Rahmenbedingung bei der Ausbildung neuer Busfahrerinnen und Busfahrer. Die deutschen Ausbildungsvorgaben gehen zu weit über das EU-Recht hinaus, was in einem enormen Zeit und Kostenaufwand mündet. Bereits heute fehlen 25.000 Fahrerinnen und Fahrer, 20.000 davon allein im ÖPNV. Ein Großteil des Bestandpersonals geht auf das Rentenalter zu. Busbetriebe müssen nicht nur diese Rentenabgänge ausgleichen, sondern gerade im ÖPNV auch zusätzliches Personal für die Verkehrswende gewinnen. Unter den derzeitigen Rahmenbedingen ist dies jedoch nicht möglich.

Fazit: Politische Reformen für einen effizienten, wirtschaftlichen Erwerb des Busführerscheins und der Berufskraftfahrerqualifikation sind – neben einer allgemeinen Bürokratieentlastung für den Busmittelstand – unerlässlich. Dies betrifft nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Omnibusgewerbes, sondern auch die öffentliche Daseinsvorsorge. Denn ohne schnelle und wirksame Ausbildungsreformen wird die Sicherstellung der öffentlichen Mobilität in Deutschland in Frage gestellt.

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