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Erfolgreiches Arbeitstreffen der deutschsprachigen Omnibusverbände

DACHL-Austausch in der Schweiz

31.08.2026

Die Spitzenvertreter der Omnibusverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg betonen bei ihrem Jahrestreffen in der Region Bern/Thun die Bedeutung ihrer engen Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt standen neben der geopolitischen Lage mit ihren Auswirkungen auf die Unternehmen durch die volatilen Dieselpreise weitere zentrale Branchenthemen wie das autonome Fahren, der Abbau bürokratischer Hürden und der Fahrpersonalmangel. 

Die Busverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg sind vom 28. bis 30. August 2026 zu ihrem jährlichen Arbeitstreffen zusammengekommen. Gastgeber des diesjährigen Treffens war die Schweiz. In der Region Bern/Thun berieten die Präsidentinnen und Präsidenten sowie die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Verbände über die zentralen Herausforderungen sowie Zukunftsthemen der Branche. 

Einen Schwerpunkt bildete das autonome Fahren. Die Verbandsvertretenden waren sich einig, dass die Technologie große Chancen für den Busverkehr bietet. Richtig in bestehende Mobilitätsstrukturen integriert, können autonome Busse den Fahrpersonalmangel abfedern und vor allem im ländlichen Raum zu einem besseren Mobilitätsangebot beitragen. Entscheidend ist, dass nicht allein große Technologieunternehmen die Entwicklung bestimmen. Auch mittelständische Busunternehmen müssen frühzeitig beteiligt werden und ihre praktische Betriebserfahrung von Beginn an einbringen können.

Intensiv diskutiert wurde zudem der Fahrpersonalmangel und der Berufszugang. Ersterer stellt in allen vier Ländern viele Busunternehmen vor großen Herausforderungen und gefährdet zunehmend die Aufrechterhaltung und Ausweitung des Angebots klimafreundlicher Mobilität. Umso wichtiger erscheint in diesem Zusammenhang ein einfacher und günstiger Zugang zum Fahrberuf. Auch die Gewinnung und Anerkennung von Fahrerinnen und Fahrern aus Drittstaaten spielt hier eine wichtige Rolle. 

Ein weiteres zentrales Thema war der Abbau bürokratischer Belastungen. Die Unternehmen werden weiterhin durch zahlreiche Dokumentations-, Nachweis- und Mitführungspflichten ausgebremst. Besonders kleinere und mittelständische Betriebe sind hiervon unverhältnismäßig stark betroffen. Klar ist: Bürokratieabbau muss für die Unternehmen im Betriebsalltag spürbar werden. Umso wichtiger ist es, bestehende Vorgaben auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen sowie Verfahren stärker zu digitalisieren. 

Das diesjährige DACHL-Treffen hat derweil erneut gezeigt, wie wichtig der kontinuierliche Austausch und die enge Zusammenarbeit der Schwesterverbände ist, so die Präsidenten und Geschäftsführungen übereinstimmend. Die zentralen Herausforderungen der Busbranche machen leider nicht an Landesgrenzen halt. Umso wichtiger ist es, gemeinsame Positionen zu entwickeln und die Interessen der privaten Busunternehmen geschlossen auf nationaler und europäischer Ebene zu vertreten. Gerade im Umgang mit den Dieselpreisen zeigt sich, dass die Regierungen das DACHL-Raums sehr unterschiedliche Maßnahmen zur Abfederung von Härten implementieren. 

Zum Hintergrund: Beim sogenannten DACHL-Treffen kommen einmal im Jahr die Präsidenten und Geschäftsführungen der Busverbände aus Deutschland (bdo), Österreich (WKO, Fachverband Bus), der Schweiz (ASTAG, Fachgruppe Car) und Luxemburg (FLEAA) zu einem Arbeitstreffen zusammen. Der Austragungsort wechselt zwischen den teilnehmenden Ländern. Nächstes Jahr geht es nach München. 

Pressebild: DACHL-Treffen 2026 (v.l.n.r.): Jean Clement, Tom Stephany (Luxemburg), Christiane Leonard (Deutschland), Franziska Meyer, Michel Limberis, Marc Dysil (Schweiz), Martin Horvath und Paul Blachnik (Österreich) 

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