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Steuerliche Entlastung für klimafreundlichen Busverkehr notwendig

Flugsteuer wird gesenkt – Bus bleibt beim vollen Mehrwertsteuersatz

14.11.2025

Die Bundesregierung will ab Juli 2026 die Ticketsteuer für Flüge senken, um Fliegen günstiger zu machen und den Luftverkehr zu stärken. Der bdo kritisiert dies als klimapolitisch falsches Signal, da ausgerechnet der Bus – der umweltfreundlichste und mittelständisch geprägte Verkehrsträger – weiterhin als den vollen Mehrwertsteuersatz zahlen muss. Um nachhaltige Mobilität fair zu fördern und den Mittelstand zu entlasten, ist ein reduzierter Mehrwertsteuersatz für den Bus dringend erforderlich.

Die Bundesregierung hat gestern angekündigt, die Ticketsteuer im Luftverkehr zum 1. Juli 2026 zu senken. Damit soll Fliegen günstiger werden und der Luftverkehr in Deutschland im internationalen Wettbewerb gestärkt werden. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) kritisiert diese Entscheidung deutlich und warnt vor einem klimapolitischen Fehlanreiz.

Während Airlines künftig durch die gesenkte Ticketsteuer entlastet werden, bleibt der Bus – der umweltfreundlichste und mittelständisch geprägte Verkehrsträger – weiterhin mit der vollen Mehrwertsteuer belastet. Während der Schienenpersonenfernverkehr vom reduzierten Mehrwertsteuersatz profitiert und internationale Flüge sogar vollkommen von der Mehrwertsteuer befreit sind, wird gilt für Fern- und Reisebusse weiterhin der volle Satz von 19 Prozent.

„Es ist klimapolitisch vollkommen widersinnig, das Fliegen günstiger zu machen, während der klimafreundliche Busverkehr weiterhin voll besteuert wird“, erklärt Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des bdo. „Wenn die Bundesregierung die Ticketsteuer im Luftverkehr senkt, muss sie jetzt zwingend auch beim Bus handeln. Sonst sendet sie das falsche Signal und schwächt ausgerechnet den Verkehrsträger, der sehr günstige Emissionen pro Fahrgastkilometer aufweist.“

Der bdo fordert daher dringend, die steuerliche Benachteiligung des Busverkehrs zu beenden und einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Busreisen einzuführen – analog zur Bahn in Übereinstimmung mit der Praxis vieler EU-Staaten. Leonard betont: „Wer nachhaltige Mobilität und gleichzeitig den deutschen Mittelstand stärken will, darf nicht den Verkehrsträger Bus im Regen stehen lassen. Folgerichtig erwarten wir, dass die Bundesregierung diese Ungleichheit korrigiert.“


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