EG VO-1370: bdo schafft Entlastung für Busunternehmen und Aufgabenträger

Sa, 22.12.2012
  • bdo stellt EDV-Tool zur Trennungsrechnung erfolgreich vor
  • Abgestimmte Schemata geben Sicherheit gegenüber Aufgabenträgern
  • Busunternehmen profitieren von internen Controllingmöglichkeiten

„Auf dieses hilfreiche Tool haben die deutschen Busunternehmer lange gewartet, jetzt ist es fertig und kann sie bei der komplizierten Trennungsrechnung effektiv unterstützen.“ Nicht ohne Stolz freute Heino Brodschelm, bdo-Vizepräsident und einer der Väter des VO-1370-bdo-Tool, über die zahlreichen Bestellungen schon in der ersten Tagen.

Seit dem 03.12.2009 gilt die EGVO 1370/2007 unmittelbar in Deutschland. Verkehrsunternehmen, die Ausgleichsleistungen im Rahmen von Direktvergaben oder Tarifausgleichsmaßnahmen aufgrund allgemeiner Vorschriften erhalten, müssen seit diesem Zeitpunkt den Anhang der EGVO 1370/2007 einhalten. Nach Ziffer 5 des Anhanges sind Unternehmen dann verpflichtet eine sog. Trennungsrechnung vorzunehmen. Dabei wird festgestellt, ob eine mögliche Unter- oder Überkompensation vorliegt. Die „Anhangrechnung“ ist für die öffentliche Hand das Kontrollinstrument über die Angemessenheit der vereinbarten Finanzierung mit dem Verkehrsunternehmen. Andererseits bietet sie Ihnen die Möglichkeit, mangelnde Finanzierung aufzuzeigen und gerechtfertigte Forderungen geltend zu machen.

„Zu der konkreten Auslegung der Verordnung hat Brüssel bezüglich Umfang und Nachweistiefe unterschiedlich großer Verkehrsunternehmen keine klaren Vorgaben gemacht. Insbesondere kleine und mittelständische Verkehrsunternehmen stoßen im Hinblick auf die Komplexität der Anhangvorgaben, wie z.B. der Trennungsrechnung, schnell an die Grenzen des Leistbaren. Die Beauftragung von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften für den Einzelfall verursacht hohe Kosten. Das politische Ziel, die Verwendung öffentlicher Mittel mit größtmöglichen Tranzparenzregeln zu versehen, ist gut und richtig.“
Christiane Leonard - Hauptgeschäftsführerin des bdo zur Problematik der Verordnung

Die praktische Umsetzung darf aber niemanden benachteiligen. Denn ohne mittelstandfreundliche Auslegung der Verordnung führt dies zu einer massiven Benachteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Auf europarechtlicher Ebene steht dieser Situation der „Small Business Act“ entgegen, welcher kleine und mittlere Unternehmen schützt und die EU dazu zwingt, bspw. bürokratische Aufwände auf die Benachteiligung zu prüfen und wenn nötig anzupassen.

„Hier war der Bundesverband gleich mehrfach gefordert“ so Christiane Leonard weiter. „Um eine effektive Unterstützung für die Unternehmen und Aufgabenträger zu erreichen hat der bdo mit der EU-Kommission einen langwierigen Dialog geführt und mit Hilfe der PKF Industrie- Verkehrstreuhand praxisorientierte Schemata zur Nachweisführung kleiner und mittelständischer Unternehmen entwickelt.“

Auf dieser Grundlage konnte der bdo ein Berechnungsprogramm entwickeln lassen, welches Unternehmen bei der Erarbeitung einer testierfähigen Trennungsrechnung unterstützt. Damit werden Kosten und Aufwand für Busunternehmen verringert und gleichzeitig eine Vereinheitlichung der Berechnung herbeigeführt. Der damit geschaffene Standard entlastet auch die Aufgabenträger.

Die Preise belaufen sich je nach Unternehmensgröße (bis 19 Busse / 20 und mehr Busse) auf € 1500,- bzw. 2500,- zzgl. gesetzlicher MwSt. und Versandkosten. Für Individualisierungen, Schnittstellenprogrammierungen und erweiterte Anpassungs- und Beratungsdienstleistungen bietet die PKF Industrie- Verkehrstreuhand München GmbH Sonderkonditionen für Verbandsmitglieder an. Der Vertrieb läuft exklusiv über die Omnibera GmbH, die 100% Wirtschaftstochter des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) e.V. Eine detailieret Beschreibung finden Sie hier: